Aufgaben der E-Learning-Beauftragten

Der Umgang mit digitalen Medien ist für junge Menschen mittlerweile zur Selbstverständlichkeit geworden. Dieser Entwicklung muss im schulischen Umfeld Rechnung getragen werden. Digitale Kompetenzen sind heute eine Grundvoraussetzung für die Teilhabe an Bildung, Wirtschaft und Gesellschaft. Folgende Kompetenzen sollten daher während der schulischen Ausbildung an der NMS von den Schüler/innen erworben werden:

  1. Kenntnis und Reflexion der Wechselwirkung zwischen Informations- und Kommunikationstechnologie, Mensch und Gesellschaft
  2. Kompetenter Umgang mit Informatiksystemen
  3. Kenntnis informationstechnologischer Grundbegriffe und Zusammenhänge
  4. Kompetente Nutzung von Informatiksystemen zur Bewältigung von Aufgaben der Alltagsanwendungen

Der Erwerb dieser Kompetenzen sollte bis zur Beendigung der 8. Schulstufe abgeschlossen sein. Weitere Informationen zum Kompetenzmodell gibt es auf der Website www.digikomp.at

Um E-Learning erfolgreich und nachhaltig in der Unterrichtspraxis implementieren zu können, bedarf es eines Umdenkens der Lehrenden. E-Learning muss neben traditionellen Medien, wie Tafel, Heft und Overhead als neues Lehrmedium begriffen werden. An jeder NMS gibt es eine/n E-Learning-Beauftragte/n, dessen/deren Aufgabe es ist, den aktuellen Entwicklungsstand an der jeweiligen Schule festzustellen und adäquate Fortbildungsangebote zu ermitteln und zusammenzustellen. Dadurch übernimmt diese Lehrperson die Funktion einer Prozessbegleiterin, die selbst über IKT-Grundkenntnisse verfügt. Diese Grundkenntnisse sollten sie dazu befähigen, die neuen Lernformen für den eigenen Unterricht sinnvoll einzusetzen, um dadurch die Umsetzbarkeit und den Mehrwert für andere Kolleg/innen herauszustreichen.

Erforderliche Voraussetzungen und Aufgaben

  • grundlegende IKT-Kenntnisse
  • Offenheit gegenüber neuen Lehr- und Lernformen
  • Motivation, E-Learning in die alltägliche Schulpraxis zu implementieren
  • Feststellung des Entwicklungsstandes der Schule (DigiCheck)
  • Teilnahme am School Walkthrough Digikomp - gemeinsam mit Schulleiter/in, Lerndesigner/in und SQA-Beauftragtem/Beauftragter
  • Überblick über aktuelle Fortbildungsangebote der PHs
  • Kenntnisse über eEducation Austria bzw. Member- oder Expert-Schulen
  • Ideengeber für Schulentwicklungsprozesse im Bereich E-Learning
  • Administration der Lernplattform TSNmoodle und kollegiale Unterstützung beim Einsatz
  • Organisation von E-Learning-Fortbildungen (SCHILF/SCHÜLF) gemeinsam mit der Schulleitung
  • Mitglied der schulinternen Steuergruppe (Schulleitung, Lerndesigner/in, SQA-Beauftragte/r)

Indikatoren für eine erfolgreiche Implementierung eines Entwicklungsprozesses im Bereich E-Learning

  • Jeder NMS-Standort verfügt über eine/n E-Learning-Beauftragte/n.
  • An jeder Schule wurde der DigiCheck durchgeführt.
  • Der/die Beauftragte hat Zugang zum Kurs "NMS E-Learning" auf der Moodleplattform. Er/sie erhält Nachrichten über das Nachrichtenforum und kann über dieses mit den Koordinatoren in Kontakt treten.
  • E-Learning-Beauftragte wissen über das E-Learning-Angebot Bescheid und kommunizieren dieses im Lehrkörper (z.B. Digikomp).
  • E-Learning-Beauftragte nehmen an den jährlich durchgeführten drei Informations- und Vernetzungsveranstaltungen (2x ARGE E-Learning und eFuture-Day) teil.
  • E-Learning-Beauftragte nehmen am School Walkthrough Digikomp teil.
  • E-Learning ist mindestens einmal pro Schuljahr Thema einer Konferenz.
  • E-Learning-Beauftragte können entweder selbst als Referent/innen an der eigenen Schule fungieren oder eine SCHILF bzw. SCHÜLF mit externen Referent/innen organisieren.
  • E-Learning-Beauftragte initiieren die Mitgliedschaft am österreichweiten Netzwerk eEducation Austria, indem sie - gemeinsam mit der Schulleitung - ein Ansuchen als Member- oder Expert-Schule stellen.
  • E-Learning-Beauftragte beraten - gemeinsam mit dem IT-Kustos/der IT-Kustodin - bei der Ausstattung der Klassen und IT-Räumen (z.B. PCs, Laptops, Tablets, Interaktive Whiteboards)

Abgeltung (Richtlinien)

 

  • Die Neuregelung des § 59 ergibt eine Veränderung bezüglich der Bestellung und Abgeltung von Koordinatorinnen bzw. Koordinatoren:
  • Es dürfen bis zu drei Koordinatorinnen oder Koordinatoren gemäß Z 2 pro Schule bestellt werden.
  • Die Abgeltung erfolgt folgendermaßen :

a) 74,2 €, wenn die Neue Mittelschule bis zu zwölf Klassen aufweist,

b) 89,4 €, wenn die Neue Mittelschule mehr als zwölf Klassen aufweist

  • Da der/ die Lerndesigner/in ein zentrales Qualitätsmerkmal und Markenträger mit einem definierten Aufgabenprofil ist, wird empfohlen, den/die Lerndesigner/in als Koordinator/in zu bestellen und die Tätigkeit entsprechend abzugelten.
  • Dies gilt im selben Maße für die/den Standortkoordinator/in für den Bereich E-Learning eines NMS-Standortes.
  • Die/der 3. Koordinator/in soll dem besonderen Entwicklungsansatz des NMS-Standortes Rechnung tragen bzw. in einem pädagogisch inhaltlichen Bereich unterstützend tätig sein (z.B.: Standortkoordinator/in für Gender-oder BO-Kompetenz, für Kunst- und Kulturvermittlung,…).

Quelle: http://www.nmsvernetzung.at/mod/forum/discuss.php?d=2880